US-Großbanken verdienen Milliarden trotz Börsenflaute


US-Großbanken verdienen Milliarden trotz Börsenflaute

Gute Geschäfte trotz einer Flaute an den Börsen. Während JP Morgan und Wells Fargo das steigende Zinsniveau auch in steigende Gewinne umsetzen konnten, fiel die Citigroup zurück. Der lukrative Handel mit Wertpapieren, Rohstoffen und Devisen warf weniger ab, doch dafür sprudelten die Einnahmen im Privat- und Firmenkundengeschäft.

Die Bank erzielte unter dem Strich einen Gewinn von 7,03 Milliarden US-Dollar nach 6,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. "Den US-Verbrauchern geht es gut", sagte Bankchef Jamie Dimon. Das zeige sich im Privatkundengeschäft. Kredite und Spareinlagen wüchsen, zudem wickle die Bank mehr Transaktionen für Detailhändler ab, und Kunden nutzten ihre Kreditkarten häufiger. Bei der Beratung von Börsengängen und Übernahmen lief es ebenfalls gut. Das war mehr als von Analysten erwartet, aber weniger als die vier Mrd. Dollar. Während die Kreditnachfrage stieg, musste die Bank weniger Geld auf faule Kredite abschreiben.

Die von einem Skandal um fingerte Konten erschütterte Bank Wells Fargo steigerte den Gewinn überraschend deutlich. Zusammengenommen schrumpften die Einnahmen aus dem Handelsbereich um 14 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar, während die gesamten Erträge - also die Einnahmen der Bank - um fünf Prozent auf 26,4 Milliarden Dollar zulegten.

Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen.

Die steigenden Zinsen und die robuste Konjunktur kamen auch der Großbank Wells Fargo, die ebenfalls gestern die Zahlen präsentierte, zugute. Doch dafür belastet die Affäre um Scheinkonten das Institut weiter.

Wells Fargo hatte im September eingeräumt, dass Angestellte unter hohem Verkaufsdruck über Jahre in großem Stil von Kunden unautorisierte Spar- und Kreditkarten-Konten eingerichtet hatten. Der Fall ist noch nicht ausgestanden - Aufseher ermitteln weiter. Erst diese Woche bezeichnete US-Notenbankchefin Janet Yellen den Skandal als "ungeheuerlich" und stellte weitere Sanktionen in Aussicht.

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