Zwei Deutsche sterben bei Messerattacke in Hurghada


Zwei Deutsche sterben bei Messerattacke in Hurghada

Zwei Deutsche wurden dabei getötet, während mindestens acht weitere Touristen verletzt wurden. Dazu gab es keine Informationen des Auswärtigen Amtes.

"Wir haben nunmehr die traurige Gewissheit, dass zwei deutsche Urlauberinnen bei dem Angriff in Hurghada ums Leben gekommen sind", sagte eine Ministeriumssprecherin am Samstag in Berlin. "Diese feige und niederträchtige Tat, die sich gezielt gegen Urlauber gerichtet zu haben scheint, die einfach nur eine unbeschwerte und erholsame Zeit am Meer verbringen wollten, verurteilen wir auf das Schärfste", erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

Das Innenministerium in Kairo hatte am Freitag zunächst von sechs verletzten Touristinnen unterschiedlicher Nationalität gesprochen. Dort sei er von Sicherheitsleuten und Gästen überwältigt und danach festgenommen worden.

Fotos im Internet zeigten, wie der überwältigte Angreifer auf einem Karren liegend durch den Garten einer Hotelanlage gezogen wurde.

Unter den Verletzten zwei Frauen aus Armenien und ein Tscheche, wie die Außenministerien in Eriwan und Prag mitteilten. Er wurde zu weiteren Vernehmungen nach Kairo gebracht.

Wenn die Frauen nun Opfer eines Dschihadisten wurden, ist es nur das jüngste Kapitel im vom Terror geplagten Ägypten: Seit Dezember wurden bei mehreren Selbstmordanschlägen und Angriffen auf die christliche Minderheit im Land mehr als 100 Menschen getötet.

Diese Angaben wurden bisher nicht offiziell bestätigt.

Seit dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi 2013 kommt es immer wieder zu derartigen Angriffen. Der Angriff erinnerte an eine kleinere islamische Extremistengruppe, die als Hasm bekannt ist und für ähnliche Schiessereien verantwortlich war.

Hurghada ist ein beliebtes Reiseziel.

Sicherheitskreisen zufolge waren sie keine wohl keine Touristinnen, sondern arbeiteten zumindest zeitweise in dem Badeort.

Bereits im Januar 2016 hatte ein Mann in Hurghada bei einem Messerangriff drei Touristen verletzt. Im Juli 2005 starben bei einer Anschlagsserie im Badeort Scharm el Scheich 68 Menschen. Dahinter stehen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat oder mehrere neuer Gruppen, die nach Ansicht westlicher Geheimdienste aus gewaltbereiten Fraktionen der Jugend der verbotenen Muslimbruderschaft hervorgegangen sind. Ein Attentäter hat am Strand von Hurghada zwei Touristinnen erstochen - laut der Agentur Reuters angeblich Deutsche. Zwar rät das Amt generell nicht von Reisen nach Ägypten ab, mahnt aber, auch bei Besuchen der Touristenregion am Roten Meer, zu genereller Vorsicht.

Dem Manager eines der betroffenen Hotels zufolge wollte der junge Mann nach seinem Angriff auf Badegäste offenbar noch mehr Menschen erstechen.

Ägypten ist unter deutschen Urlaubern ein beliebtes Reiseziel. "Ich gehe davon aus, dass die ägyptischen Behörden alles Notwendige unternehmen". Der Badeort ist vor allem für seine warmen Temperaturen und die faszinierende Unterwasserwelt bekannt, weshalb Hurghada als wichtigstes Ziel für Tauchurlauber gilt.

Auch Windsurfen, Segeln und Hochseeangeln werden angeboten.

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