Symbolische Volksabstimmung in Venezuela


Symbolische Volksabstimmung in Venezuela

Das teilten die Organisatoren nach Abschluss des Votums vom Sonntag und Auszählung von 95 Prozent der Stimmzettel mit. Die Opposition sprach von einer "klaren Botschaft" an Maduro.

Die Abstimmung wurde teilweise von Gewalt überschattet. Das Ergebnis werde noch am Montag (Ortszeit) bekanntgegeben. Als Mobilisierungserfolg galt die Marke von acht Millionen der rund 19 Millionen wahlberechtigten Venezolaner. Vor dem Wahlgang hatte es allerdings Erwartungen gegeben, dass etwa zehn Millionen Bürger an der Abstimmung teilnehmen könnten, die rechtlich nicht bindend ist.

Bei einem bewaffneten Überfall auf Oppositionsanhänger sind in Venezuela eine 61-jährige Frau getötet und drei weitere Menschen verletzt worden. Laut Staatsanwaltschaft wollten sie ihre Stimme beim symbolischen Verfassungsreferendum der Opposition abgeben, als Unbekannte von Motorrädern aus das Feuer auf die Bürger eröffnet hätten.

Die Kritiker des linken Präsidenten wehren sich gegen eine geplante Verfassungsänderung, mit der Maduro nach ihrer Ansicht seine Macht sichern will.

Im Armenviertel "23 de Enero" im Westen Caracas gab es deswegen keine Wahlurnen der Opposition, dafür aber Wahllokale der Wahlübung. Filmaufnahmen aus dem traditionell regierungstreuen Vorort zeigten in Panik rennende Menschen, als Biker an ihnen vorbeifuhren. Weitere Links zum Thema An vielen Orten schien die Begeisterung für die Abstimmung groß, tausende Menschen erschienen in Parks und Kirchen der Hauptstadt Caracas.

Die Opposition in Venezuela hat zu einer inoffiziellen Volksabstimmung aufgerufen. Das Umfrageinstitut Datanálisis teilte mit, dass voraussichtlich 70 Prozent der Wähler gegen die Pläne Maduros stimmen.

Berlin. Mehr als 7,1 Millionen Venezolaner haben sich nach Angaben der Opposition an der symbolischen Volksabstimmung über die umstrittene Verfassungsreform des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro beteiligt. Die Opposition wirft Maduro vor, er wolle das Gremium nahezu ausschließlich mit seinen Anhängern besetzen, um sich dann mit der neuen Verfassung diktatorische Vollmachten zu sichern. Die Maduro-nahen Wahlbehörden unterstützen die Abstimmung nicht.

Der Präsident des Parlaments, Julio Borges, bezeichnete die Abstimmung als Wendepunkt "in diesem Kampf zur Rückgewinnung der Demokratie in Venezuela".

Die konservative und rechtsgerichtete Opposition hat im Parlament seit 2016 die Mehrheit und kämpft für eine Amtsenthebung des Staatschefs.

Die symbolische Abstimmung wurde von Protesten begleitet.

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