Trump will Druck auf Nordkorea erhöhen


Trump will Druck auf Nordkorea erhöhen

Nordkoreas Militärführung hat demonstrativ unbeeindruckt auf jüngste Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert und ihn für seine martialischen Äußerungen verspottet.

Nach Informationen der "New York Times" hatte Trump seine weltweit beachteten "Feuer-und-Wut"-Äußerungen mit seinem Stab nicht abgesprochen". Nordkorea sollte sein Atom- und Raketenprogramm einstellen, während die USA und Südkorea ihre Militärmanöver aussetzen, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Das kommunistisch regierte Land solle sich lieber zusammenreißen, andernfalls sei es in Schwierigkeiten, wie sie nur wenige Länder erlebt hätten und von denen niemand gedacht habe, dass sie möglich seien. "Die Entwicklung um Nordkorea bereitet uns große Sorge", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagsausgabe). Trumps Behauptung, die Nuklearstreitmacht der USA sei modernisiert worden, sei einfach nur absurd, sagte der Atomwaffenexperte Stephen Schwartz. Um Kim Jong Un wenigstens einzuhegen, bleibt eigentlich nur eins: ein neuer diplomatischer Anlauf - zum Beispiel, in dem man dem Regime in Pjöngjang einen Friedensvertrag anbietet. Insgesamt sei es sein Ziel, die gesamten Welt von Atomwaffen zu befreien, sagte der US-Präsident weiter. Zuvor hatte Trump Nordkorea offen wie noch kein US-Präsident militärisch gedroh t: "Nordkorea sollte besser keine weiteren Drohungen gegen die USA ausstoßen". Als Handlungsmaßstab erwägt Trump offenbar nicht mehr nur eine Gegenreaktion auf einen denkbaren nordkoreanischen Angriff - schon verbale Drohungen könnten Auslöser für eine Intervention werden. Er werde dafür einen signifikanten Milliardenbetrag bereitstellen, sagte Trump.

Trump habe "wieder eine Menge Unsinn zu "Feuer und Wut" abgelassen", er erkenne offensichtlich nicht den Ernst der Lage und der jüngsten Stellungnahmen aus Pjöngjang. Das Manöver der "USS John S. McCain "habe gegen chinesisches und internationales Recht verstoßen und die Souveränität und Sicherheit der Volksrepublik "ernsthaft "beeinträchtigt, erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, am Freitag". Nordkorea drohte gleichwohl, Mittelstreckenraketen in Richtung auf Guam abzufeuern. Auf der von 160.000 Menschen bewohnten US-Pazifikinsel befindet sich ein strategisch wichtiger Stützpunkt des amerikanischen Militärs. Die Raketen sollten demnach 30 bis 40 Kilometer vor Guam im Meer niedergehen.

Die Vorbereitungen für diesen Angriff sollten bis Mitte August abgeschlossen werden, den Einsatzbefehl habe dann Staatschef Kim Jong Un zu geben, sagte General Kim Rak Gyom laut der Mitteilung. Gouverneur Eddie Baza Calvo schloss in einer Videobotschaft eine akute Bedrohung aus. Die "Washington Post" und zahlreiche US-Militärexperten wiesen darauf hin, dass eine Modernisierung des Arsenals binnen sechs Monaten schlicht unmöglich sei.

Die Nordkorea-Politik der US-Regierung ist seit Trumps Amtsantritt widersprüchlich.

Nordkorea hatte trotz Verboten des UN-Sicherheitsrats und Warnungen aus dem Ausland am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10.000 Kilometern. Kim sagte nach dem letzten Test, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite.

Japan hat bereits mehrfach damit gedroht, nordkoreanische Raketen abzuschießen. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen warf Nordkorea völkerrechtswidriges Verhalten vor und zeigte Verständnis für Trump.

Viele Experten halten eine militärische Konfrontation mit Verweis auf die potenziell verheerenden Folgen für unwahrscheinlich.

Die Top-Sicherheitsberater der Regierungen in Washington und Seoul vereinbarten nach südkoreanischen Angaben, ihr künftiges Vorgehen gegen die Bedrohung durch Nordkorea im Voraus zu besprechen. Sie tragen keinen Sprengkopf, sondern zerstören die Rakete durch direkten Aufprall. Die Insel wird vom Raketenabwehrsystem Thaad geschützt.

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