US-Ministerium: Trump wählte Sprache, die Nordkorea versteht


US-Ministerium: Trump wählte Sprache, die Nordkorea versteht

Zuvor hatte Trump Nordkorea offen wie noch kein US-Präsident militärisch gedroht: "Nordkorea sollte besser keine weiteren Drohungen gegen die USA ausstoßen". War die Warnung Richtung Pyongyang nur typisches trumpsches Gepolter, dann hat der Präsident völlig unnötig Benzin in einen Konflikt gegossen, der ohnehin lichterloh brennt. Laut einem Sprecher der Armee könne der Plan jederzeit ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim Jong Un die Entscheidung dazu treffe. "Trump und Kim nehmen das Maul gerne voll".

Aber es ist auch denkbar, dass Trumps scharfe Worte kein Gepluster waren, sondern tatsächlich eine politisch-militärische Absichtserklärung des Präsidenten: Die USA werden sich von Nordkorea nicht weiter durch Raketen- und Atomwaffentest bedrohen lassen. Die USA führten in einer gefährlichen Region rücksichtslos militärische Aktivitäten durch. Schon vor knapp 20 Jahren hatte Donald Trump in einem Interview wissen lassen, dass er notfalls einen Präventivschlag gegen Nordkorea befürworten würde.

Heute ist das anders.

2013 gab das Pentagon wegen der Bedrohung durch Nordkorea die Stationierung des Raketenabwehrsystems Thaad auf Guam bekannt. Nordkorea könnte bereits mit konventionellen Waffen einen verheerenden Gegenschlag gegen Südkorea führen. "Ihm würde ich alles zutrauen". Die "Washington Post" und zahlreiche US-Militärexperten wiesen darauf hin, dass eine Modernisierung des Arsenals binnen sechs Monaten schlicht unmöglich sei.

Einige Fachleute spekulieren, dass der eigentliche Adressat von Trumps dramatischer Äußerung nicht Nordkorea, sondern China gewesen sein könnte. Inzwischen aber hat Pyongyang entsprechende Langstreckenraketen getestet.

Pjöngjang verfügt dem Pentagon zufolge über bis zu 60 Nuklearwaffen. Insofern sind dem Druck, den es ausübt, Grenzen gesetzt. Dem nordkoreanischen Militär gehe das "ziemlich auf die Nerven". Trumps Warnung war ja ebenso scharf wie vage.

Im Atomkonflikt zwischen den USA und Nordkorea hat sich der Ton deutlich verschärft. Er sprach nur allgemein von weiteren Drohungen, liess jedoch offen, ob er damit neue Raketen- und Sprengkopftests meinte oder auch das übliche kriegerische Propagandagetöse aus Pyongyang.

Die Streitkräfte zögen eine solche Attacke "auf Guam ernsthaft in Erwägung", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch. Auf der von 160'000 Menschen bewohnten US-Pazifikinsel befindet sich ein strategisch wichtiger Stützpunkt des amerikanischen Militärs.

Droht nun also ein Krieg auf der nordkoreanischen Halbinsel? Der außenpolitisch profilierte, republikanische US-Senator John McCain mahnte Trump zur Zurückhaltung. Ähnlich äusserten sich etliche ehemalige Verteidigungsminister.

Die Stellungnahme aus Pjöngjang kam nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump Nordkorea indirekt militärische Gewalt angedroht hatte. Trump habe dem koreanischen Machthaber Kim Jong-un eine Botschaft gesendet, die dieser verstehe. Das habe der Glaubwürdigkeit Obamas und der USA geschadet. Auch Japans Regierung rief zur Mäßigung auf, richtete ihren Appell aber ausschließlich an Pjöngjang. Das sagte Trump gegenüber Journalisten in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey.

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