Nordkorea macht Angriffspläne auf Guam konkreter


Nordkorea macht Angriffspläne auf Guam konkreter

"Feuer, Wut und Macht" gegen "grenzenlosen Krieg": Mit ihrem verbalen Schlagabtausch fachen Washington und Pjöngjang den höchst gefährlichen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel weiter an. Daher habe Trump ihm eine starke Botschaft in einer Sprache gesandt, die er begreife.

Nordkorea habe für die Entwicklung seiner strategischen Waffen "alles riskiert" und nutze sie "weder als Faustpfand, um Anerkennung von Dritten zu bekommen, noch für irgendeinen Tauschhandel".

Die kommunistische Führung in Pjöngjang prüfe sorgfältig eine Strategie für einen Angriff mit einer Mittel- oder Langstreckenrakete auf die Pazifikinsel Guam, einem US-Aussengebiet mit einem Luftwaffenstützpunkt, hiess es in einer weiteren Erklärung eines Militärsprecher.

Gabriel verwies darauf, dass US-Verteidigungsminister James Mattis gesagt habe, ein Krieg mit Nordkorea werde zu so vielen Opfern führen würde wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Man könne nur hoffen, dass sich in den USA diejenigen durchsetzten, die einen kühlen Kopf bewahrten. Nordkorea drohte daraufhin, die US-Pazifikinsel Guam anzugreifen.

Mitten in der aufgeheizten Stimmung zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea legt Trump heute nach: Amerikas Atomwaffen seien stärker als je zuvor, schrieb Trump auf Twitter.

US-Aussenminister Rex Tillerson bemühte sich später um eine Deeskalation. Der demokratische Abgeordnete Eliot Engel kritisierte, dass Trump mit seiner Drohung eine "absurde rote Linie" gezogen habe. "Wir sprechen alle mit einer Stimme", sagte sie.

Nordkorea erklärte am Donnerstag, mit den USA sei kein "vernünftiger Dialog" möglich, da Trump "bar jeder Vernunft" sei. Bei ihm helfe nur "absolute Stärke", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA den General Kim Rak Gyom.

Er glaube nicht, dass von Nordkorea eine unmittelbare Bedrohung ausgehe, sagte der Minister. Die Drohungen Trumps, Nordkorea mit "Feuer und Wut" zu überziehen, nannte er "eine Menge Unsinn". Die USA sollten ihre "rücksichtslosen militärischen Provokationen" unterlassen, so dass man nicht "gezwungen" sei, eine "unvermeidliche militärische Entscheidung" zu treffen.

Inzwischen ist Nordkorea nach Erkenntnissen der USA und Japans in der Lage, Raketen mit Miniatur-Atomsprengköpfen zu bestücken - auch Interkontinentalraketen. Die Treffgenauigkeit der Hwasong-12 sei zwar nicht "messerscharf", sagte der Verteidigungsexperte Yang Uk.

Pyongyang treibt trotz internationaler Sanktionen seit Jahren sein Raketen- und Atomwaffenprogramm voran. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das US-Festland treffen könnte. Der UN-Sicherheitsrat hatte erst am Samstag die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verschärft, um Pjöngjang zum Einlenken zu bewegen.

Zu weiteren Spannungen zwischen den USA und Nordkorea könnte es um den 21. August kommen, wenn erneut gemeinsame Manöver der USA und Südkoreas starten.

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