Japan erwägt Einsatz von Raketenabwehrsystem gegen Nordkorea


Japan erwägt Einsatz von Raketenabwehrsystem gegen Nordkorea

Ein Raketenangriff auf die US-Luftwaffenbasis Guam werden von den nordkoreanischen Streitkräften "ernsthaft in Erwägung" gezogen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

Die Stimmung zwischen den USA und Nordkorea bleibt angespannt. Laut einem Sprecher der nordkoreanischen Armee könne der Plan "jederzeit" ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim Jong Un die Entscheidung dazu treffe.

Der ranghöchste Demokrat im Außenausschuss des Senats, Ben Cardin, verglich Trumps Worte gar mit der Rhetorik aus Pjöngjang: "Wir sollten nicht in dasselbe Wutgeschrei und dieselben Provokationen über einen Atomkrieg einstimmen wie Nordkorea".

Nordkoreas Militärführung hat demonstrativ unbeeindruckt auf jüngste Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert und ihn für seine martialischen Äußerungen verspottet. Zugleich warnte er davor, die Äußerung des Präsidenten allzu ernst zu nehmen: "Das ist typisch Trump".

Nordkoreas Militär hat den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt. "Solche Militärmanöver der USA könnten in der momentan extrem heiklen Situation auf der koreanischen Halbinsel einen gefährlichen Konflikt provozieren", hieß es.

Angesichts der katastrophalen Auswirkungen einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und den USA zweifeln die meisten Analysten jedoch, dass Pyongyang seine Drohung tatsächlich in die Tat umsetzt und zum Erstschlag ausholt.

Nordkorea habe für die Entwicklung seiner strategischen Waffen "alles riskiert" und nutze sie "weder als Faustpfand, um Anerkennung von Dritten zu bekommen, noch für irgendeinen Tauschhandel". Die Frage sei, "ob nur die USA die Option eines von ihnen so genannten 'Präventivkriegs' haben".

In einer weiteren Stellungnahme kündigte ein nordkoreanischer Militärsprecher laut KCNA an, auf einen möglichen "Präventivkrieg" der US-Streitkräfte mit einem "grenzenlosen Krieg" zu reagieren, der "sämtliche Stützpunkte des Gegners ausrotten wird, auch auf dem US-Festland".

Der jetzt bekannt gewordene Schritt sei für Nordkorea entscheidend auf dem Weg zu einer vollwertigen Atommacht, berichtete die "Washington Post". Ein in Tokio veröffentlichtes Weissbuch des japanischen Verteidigungsministeriums kommt zum gleichen Schluss. Das kommunistische Land sei den USA und ihren Verbündeten militärisch deutlich unterlegen.

Das nordkoreanische Militär erklärte am Mittwoch, dass es einen Angriff auf Guam prüfe, bei dem die Insel in "Feuer gehüllt" werden sollte. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das US-Festland treffen könnte. Experten nehmen an, dass ein Großteil des US-Festlandes in Reichweite dieser Raketen liegt, wenn das System ausgereift ist. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat am Wochenende die bisher schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea.

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