Nordkorea droht den USA


Nordkorea droht den USA

Verteidigungsminister James Mattis richtete dagegen eine Warnung an Pjöngjang: "Die Demokratische Volksrepublik sollte jeden Gedanken an Handlungen aufgeben, die zum Ende ihres Regimes und zur Vernichtung ihres Volkes führen würden".

Die Stellungnahme erfolgt nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump Nordkorea indirekt militärische Gewalt angedroht hatte.

Im Atomkonflikt zwischen den USA und Nordkorea hat sich der Ton deutlich verschärft. Verbal legte Trump jedoch am Donnerstagabend nach und sagte, seine Erklärung vom Dienstag sei womöglich "nicht scharf genug" gewesen. Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es an einen Angriff auf die USA auch nur denke, sagte Trump weiter.

Zwar fügte er hinzu, die USA müssten Verhandlungen jederzeit erwägen. Die Frage sei, "ob nur die USA die Option eines von ihnen so genannten "Präventivkriegs" haben". Allerdings verwies Mattis auch auf die Erfahrung und überlegene Schlagkraft der US-Streitkräfte. Ein Krieg wäre eine Katastrophe.

Nordkorea reagierte darauf trotzdem mit der Drohung, mehrere Raketen auf Guam abzufeuern.

Zusätzliche Bedeutung erhielt die Insel 2012, als der damalige Präsident Barack Obama die verstärkte Fokussierung seines Landes auf den asiatisch-pazifischen Raum ankündigte - diplomatisch, militärisch und wirtschaftlich. Trump drohte, die USA würden auf Provokationen aus Nordkorea "mit Feuer und Wut" reagieren. Daraufhin drohte das weitgehend isolierte Land mit dem Raketenbeschuss von Zielen im Umfeld von Guam. Auf der Insel im Westpazifik sind rund 6000 US-Soldaten stationiert. Das US-Außengebiet liegt rund 3300 Kilometer von Pjöngjang entfernt.

Die Wortwahl war zuletzt schwer eskaliert im Konflikt mit Nordkorea. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnte davor, "dass ungewollt etwas außer Kontrolle gerät". "Die Entwicklung um Nordkorea bereitet uns große Sorge", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagsausgabe). Er setzte weiter auf Diplomatie. Man müsse sich immer wieder vergegenwärtigen, dass Nordkorea ein Nuklearstaat sei, der sich nicht an internationale Verträge halte und seine Nachbarn bedrohe. "Es ist sehr besorgniserregend, wenn ein US-Präsident, der über Nuklearwaffen verfügt, sich einer solchen Sprache bemächtigt". Außerdem konkretisierte die Führung in Pjöngjang ihre Angriffsdrohung.

Pjöngjang rechtfertigte dies mit einer Mobilisierung des US-Atomwaffenarsenals sowie jüngsten US-Raketentests und Übungen mit Langstreckenbombern über Südkorea.

Trumps jüngste Aussage, er habe als erste Amtshandlung das US-Atomwaffenarsenal ausbauen und modernisieren lassen, weshalb es nun "stärker als je zuvor sei", dürfte Nordkorea kaum einschüchtern. Die staatliche chinesische Zeitung "Global Times" schrieb am Freitag, China solle sich im Falle eines die USA bedrohenden nordkoreanischen Angriffs neutral verhalten. Er sprach von Konsequenzen für den Fall, dass Nordkorea die Vereinigten Staaten angreife, wohingegen der Präsident suggerierte, ihm reichten schon Drohgebärden aus dem Land als Anlass für einen Militärschlag. Auch Japan und Südkorea hatten im Falle des Falles bereits Vergeltung versprochen. "Wir sind besorgt wegen dieser Drohungen, wollen aber gleichzeitig sicherstellen, dass die Menschen nicht in Panik verfallen und ihr normales Leben weiterführen", meinte er am Donnerstag. Gouverneur Eddie Baza Calvo schloss in einer Videobotschaft eine akute Bedrohung aus. Japan hat weitere vier solcher Schiffe.

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